abschied eines bildhauers

Dezember 11, 2009

der technische würfel, die mulattinnen-kopfDer Tod eines Künstlers

Nach der Retrospektive, die der Bildhauer mit seiner Lebenspartnerin erleben durfte entschieden die beiden im Altersheim von Intragna zu wohnen. Das war ein paar Kilometer von ihrem zuhause weg. Spital, Alters- Pflegeheim, kapelle; alles an einem Platz, mitten in dem Dorf zwischen Schule und Bahnhof. Für Reini war dies sicher  die grösste Einschränkung, der Verlust seiner Eigenständigkeit und seiner Freiheit, von der ihm sowieso nur noch wenig geblieben war.

Ein Aufbegehren das mit Autorität und medizinischen Mitteln sofort unterdrückt wurde. So wurde es schwierig, fast niemand durfte ihn mehr besuchen, am Rande erfuhr ich von seinen verzweifelten versuchen, durch eigene Hand aus dem Leben zu scheiden, mir war der Gedanke und die Erinnerung an den Kohlekeller in seiner Jugend nahe, diese Einsamkeit wo niemand helfen konnte…..

anzeige-reini

Aber so müssen wir wohl alle alleine da hindurch. Wo die Hinterbliebenen sich mit dem dableiben abfinden müssen. aber  der Künstler lässt uns noch lange an seinem Geschaffenen gefühle wecken.

Die Ausstellung jedenfalls war ein grosser Erfolg mit weitem Echo und grossem Intresse. Bei Gelegenheit wird das Dokumentenmaterial auch noch eingespielt.

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